aktuelles

Neuankündigung

Seit dem 3. April 2016 heißt die ehemalige
Stiftung menschenwürdiges Sterben

stiftung-menschenwürdiges-leben

Anlässlich der Eröffnung der letzten Ausstellung erläuterte die Stifterin ihre Motive für die Umwandlung der Stiftung vom Sterben zum Leben. Da das generell von Interesse sein wird, drucken wir hier einen Auszug aus ihrer Rede:

„Während der 10-jährigen Stiftungsarbeit ist die gesellschaftliche Tabuisierung des Sterbens vielerorts gelockert worden. Sterbebegleitung und selbst Sterbehilfe dürfen diskutiert werden und Hospize und Palliativmedizin sind keine Fremdwörter mehr. Nicht zuletzt dadurch richtete sich mein Blick zunehmend vom Sterben weg und dem Leben zu. Nicht nur die vielen Flüchtlinge wollen leben – und zwar menschenwürdig –, auch unser bisheriger Lebensstil steht auf dem Prüfstand. Keine Gefahr droht uns, im Mittelmeer zu ertrinken, aber vielleicht ertrinken wir im Wohlstand, im Konsum, die Kinder im Spielzeugüberangebot und wir alle gemeinsam im Abfall, in der Informationsflut und vielleicht auch, ohne es wirklich zu merken, in unserer Selbstgefälligkeit.

Das schleichende Zerbröseln von Europa in der Flüchtlingskrise fand auf dem Hintergrund eines schon lange erodierenden Gemeinwesens statt: Selbstoptimierung, Ich-AGs, Rücksichtslosigkeit, kapitalistische Gier und Eigennutz bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Können Lebensfreude, Wohlbefinden und Zufriedenheit bestehen, wenn der Spalt zwischen arm und reich ringsum wächst und wächst und wächst? Die neue stiftung-menschenwürdiges-leben hat das Ziel, sich in diesen Problembereichen zu engagieren.

Und ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei meinem Kuratorium für die uneingeschränkte Unterstützung dieses neuen Vorhabens.“